Das Abitur hat am 19. März 2020 in Hessen begonnen. Wir das Campus van Geister und alle Bundesländer verfolgen das Geschehen im Zuge der Corona Krise.
Abitur in Zeiten von Corona
„Sie wünschen sich Glück, umarmen sich“
Trotz des Kontaktverbots finden in Hessen derzeit Abiturprüfungen statt. Manche Schüler sind froh, die Klausuren hinter sich zu haben – und andere nehmen es mit den Abstandsregeln nicht so genau.
Kontakte zu anderen Menschen auf ein Minimum reduzieren, Mindestabstand von 1,50 Metern einhalten – die Anweisungen von Bund und Ländern, um die Ausbreitung von Corona zu verlangsamen, sind klar.
Trotzdem treten in diesen Tagen rund 23.500 Schülerinnen und Schüler in Hessen zu den Abiturklausuren an. Die Fortführung der schriftlichen Abiturprüfungen sei vom „weitgehenden Kontaktverbot“ nicht betroffen, heißt es in einer Stellungnahme des Kultusministeriums.
„Risiko kann weitgehend ausgeschlossen werden“
Bildungsminister Alexander Lorz (CDU) wandte sich in einer Videobotschaft an die Abiturienten. „Wir würden die Prüfungen nicht beginnen lassen, wenn wir es gesundheitspolitisch nicht für verantwortbar hielten“, sagt Lorz darin. „Wir glauben aber auch, dass bei Beachtung aller Hinweise, die uns die Gesundheitsexperten gegeben haben, das Risiko, sich beim Schreiben der Abiturklausuren zu infizieren, weitgehend ausgeschlossen werden kann.“
Es folgt eine Reihe von Ratschlägen: „Versammeln Sie sich nicht auf dem Schulhof, gehen Sie zu Ihrem Platz, schreiben Sie die Klausur und verlassen Sie die Schule direkt danach wieder.“
Die Realität sieht oft anders aus. „An meiner Schule gibt es in vielen Räumen kein Waschbecken“, berichtet eine Lehrerin, die in Hessen aktuell eine Abiturklasse betreut. „Ist doch eins vorhanden, muss Seife oft von den Klassenlehrern gekauft und bezahlt werden. Manche tun dies, andere nicht.“
Gemeinsam mit dem Auto zur Schule
Sie hatte sich beim SPIEGEL gemeldet, weil sie sich Sorgen macht um die Gesundheit von Prüfern und Geprüften. Als Landesbeamtin darf sie sich allerdings nur mit ausdrücklicher Genehmigung ihrer Vorgesetzten öffentlich äußern, deshalb möchte sie in diesem Text anonym bleiben.
Die Prüfungen, die seit dem 19. März in Hessen stattfinden, beschreibt sie so: „Die Schüler sind in unterschiedlichen Zusammensetzungen in den Klassenräumen versammelt, die sich jeden Tag ändert.“ Die Jugendlichen kämen teils gemeinsam in einem Auto zur Schule. „Sie wünschen sich Glück, umarmen sich.“
Sobald sie das Schulgebäude beträten und sich in Sichtweite der Lehrer befänden, vergrößerten sie zwar die Abstände zwischen sich – und unterschrieben auf einer Liste, dass sie nicht an Symptomen litten. Dabei zeigen gerade junge Menschen ohne Vorerkrankungen häufig keine oder nur leichte Anzeichen einer Infektion, obwohl sie das Virus möglicherweise längst in sich tragen.
Attest erforderlich, um an Prüfungen teilzunehmen
Sascha Stoltenow ist Elternbeirat an einem Gymnasium in Wiesbaden – und wurde selbst positiv auf das Coronavirus getestet. Seitdem arbeitet Stoltenow im Homeoffice und hält sich auch weitgehend von seiner Familie fern. Seinem Sohn, der nun das Abitur ablegen will, hilft das aber wenig.
„Wir stehen alle unter Quarantäne“, sagt Stoltenow. Damit der junge Mann nach Ablauf der Zwei-Wochen-Isolation in die Prüfungen einsteigen kann, benötigt dieser ein amtsärztliches Attest, das ihm Schulfähigkeit bescheinigt. „Ich hoffe, wir bekommen es noch rechtzeitig.“
Mit dem Lernen komme der Abiturient gut voran, sagt der Vater – „auch dank Videochats mit den Klassenkameraden.“ Gleichzeitig hoffe er, dass sein Sohn den „Kopf frei habe“ für die Prüfungen. „Ich merke, wie die Situation die ganze Familie beunruhigt – obwohl ich nur leichte Symptome der Infektion spüre. Die Menschen gehen mit den psychischen Belastungen sehr unterschiedlich um, aber ich bin zuversichtlich, dass wir auch diese Situation meistern.“
Natürlich können sie verstehen, dass manche Schüler die Prüfungen hinter sich bringen wollten, schreibt die hessische Lehrerin. „Es gibt aber auch solche, die seit zwei Wochen kaum schlafen, sich nicht konzentrieren können, Angst haben um sich und ihre nächsten Angehörigen.“ Es hätte gute Gründe gegeben, Prüfungen zu verschieben.
Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, plädiert dafür, Prüfungen nach Möglichkeit stattfinden zu lassen. „Die Schulen im ganzen Land sind leer – eigentlich sollte es möglich sein, die Prüflinge so auf die Gebäude und Räume zu verteilen, dass sie ausreichend Abstand halten können.“
Tische und Toiletten seien überdies regelmäßig zu desinfizieren. „Hessen ist ein Testfall“, sagt Meidinger. „Wenn es dort gut läuft, ohne dass für Schüler und Lehrkräfte ein erhöhtes Infektionsrisiko entsteht, könnten andere Bundesländer daraus lernen.“
Andere verschieben die Prüfungen
Zahlreiche andere Bundesländer haben sich hingegen entschieden, die Prüfungen zu verschieben. Zunächst kündigten Bayern und Mecklenburg-Vorpommern an, das Abitur in den Mai zu verlegen. Andere Bundesländer wie Baden-Württemberg, Berlin und das Saarland zogen nach.
Auch die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Hessen hatte sich für eine Verschiebung stark gemacht. „Der Sinn der jetzt ergriffenen vielfältigen Maßnahmen ist es, soziale Kontakte zur Eindämmung der Corona-Pandemie so weit wie möglich einzuschränken“, heißt es in einer Stellungnahme.
„Das galt nach Ansicht der GEW Hessen auch für die Durchführung des hessischen Landesabiturs.“ Die Gesundheit der Schülerinnen und Schüler, Auszubildenden, Prüferinnen und Prüfer und der Lehrkräfte müsse immer im Mittelpunkt von Entscheidungen stehen.
Online-Petition in Hamburg: Prüfungen ausfallen lassen
In Hamburg fordern zwei Abiturienten, die Prüfungen komplett ausfallen zu lassen und allen Schülern stattdessen ein sogenanntes Durchschnitts-Abi zu verleihen. Es basiert auf einem Durchschnitt der Vornoten aus den Klassenstufen 11 und 12.
Eine entsprechende Online-Petition, die an den Ersten Bürgermeister Peter Tschentscher und die Regierungschefs der anderen Bundesländer adressiert ist, unterzeichneten bis Montagmittag rund 20.000 Unterstützer.
Quelle: Spiegel Onlineartikel von Miriam Olbrisch vom 23.03.2020
Trotz der angespannten momentanen Situation wünscht das Campus van Geister Team allen Abiturienten/innen viel Erfolg bei den weiteren Prüfungen. Sollten Sie jetzt auch Interesse haben, dass Abitur, die Mittlere Reife oder den Quali nachzuholen. Rufen Sie uns an – 089/666 52 678 – wir informieren Sie gerne.
Zitat des Tages von Harold Macmillan
/in Blog ArtikelHarold Macmillan Ehemaliger Premierminister des Vereinigten Königreichs – geboren 1894 / gestorben 1986:
>> Die Vergangenheit sollte ein Sprungbrett sein, nicht ein Sofa.
HAROLD MACMILLAN
Nicht zurücklehnen, sondern weitermachen – so ließe sich diese Aussage zu einem klaren Aufruf verkürzen. Nutzen Sie Ihre vergangenen Erlebnisse, um sich zu motivieren und auch einmal als Quelle der Inspiration, aber erwarten Sie keine 1: 1-Fortsetzung. Freuen Sie sich vielmehr auf all das, was noch an Spannendem passieren wird. Ein gelungenes Leben sollte eher eine ansteigende Gerade sein als eine, die auf gleicher Höhe bleibt oder gar abfällt.
Sollten Sie schlechte Erfahrungen in Ihrer Schulvergangenheit gemacht haben und deshalb nicht ihren gewünschten Schulabschluss erreicht haben. Lassen Sie die Vergangenheit ruhen und packen Sie es mit uns erneut gemeinsam an. Wir das Campus van Geister sind anders. Informieren Sie sich jetzt und machen Sie mit uns einen weiteren Schritt in die Zukunft. Holen Sie mit uns Ihr Abitur, Mittlere Reife oder Quali nach. Wir stehen an Ihrer Seite!
Ihr Campus van Geister Team
Zitat des Tages von Theodor Fontane
/in Blog ArtikelZitat des Tages von Theodor Fontane
>>Courage ist gut, aber Ausdauer ist besser. Ausdauer, das ist die Hauptsache.
Immer wieder befassen sich Psychologen mit den Faktoren, die Menschen erfolgreich machen. In vielen Studien steht an erster oder einer der vordersten Stellen Ausdauer. So sind es keineswegs immer die intelligentesten oder mutigsten Menschen, die große Ziele erreichen, sondern oft die, welche am meisten Durchhaltevermögen haben. Und Durchalten fällt, wie Sie sicher wissen, da besonders leicht, wo man sich für etwas begeistert.
Was Theodor Fontane sagte, können wir das Campus van Geister nur unterstreichen und nicht besser formulieren. Besonders jetzt in der schwierigen Situation – der Coronakrise – in der wir uns alle im Moment befinden, ist Ausdauer sehr wichtig. Wir unterstützen unsere Schüler soweit es uns möglich ist in allen Belangen und wünschen allen ein gutes Abschneiden zu den bevorstehenden Prüfungen: Abitur, mittlere Reife, Quali und Hauptschulabschluss = Mittelschulabschluss. Wer sich jetzt dafür interessiert mit uns einen der bereits genannten Abschlüsse zu machen, der ist herzlich eingeladen einen unverbindlichen Beratungstermin – derzeit online – zu vereinbaren.
Ihr Campus van Geister Team!
Das Bayerische Kultusministerium hat entschieden
/in Blog ArtikelSo werden faire Bedingungen für Abiturientinnen und Abiturienten sichergestellt. Das Campus van Geister klärt auf!
Das Bayerische Kultusministerium hat entschieden, den Beginn der Abiturprüfungen vom 30. April auf den 20. Mai 2020 zu verlegen.
„Trotz der Corona-Krise wollen wir faire Bedingungen für unsere Abiturientinnen und Abiturienten sicherstellen“, erklärt Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo. Wegen der Einstellung des Unterrichts bis nach den Osterferien hätten die Schülerinnen und Schüler ohne eine Änderung des Terminplans nicht genügend Vorbereitungszeit. Piazolo weiter: „Wichtig war es mir, die neuen Prüfungstermine mit Lehrkräften, Eltern, Schülern und Direktoren abzustimmen.“
Mit dem neuen Terminplan stellt das Kultusministerium sicher, dass die Schülerinnen und Schüler eine angemessene Vorbereitungszeit auf die Prüfungen erhalten. Ebenso gewinnt man auf diese Weise ausreichend Zeit für ausstehende Leistungsnachweise im Vorfeld der Abiturprüfungen.
Das Bayerische Kultusministerium hat entschieden
Neuer Terminplan für das Abitur 2020:
Schriftliche Prüfungen
20. Mai: Deutsch
26. Mai: Mathematik
29. Mai: 3. Abiturprüfungsfach (mit Französisch)
Mündliche Prüfungen (Kolloquien)
15. Juni bis 26. Juni 2020
Die mündlichen Zusatzprüfungen werden am 3. Juli 2020 abgeschlossen.
Auch die Nachholtermine für die schriftlichen Abiturprüfungen werden so angesetzt, dass eine termingerechte Bewerbung für bundesweit bzw. örtlich zulassungsbeschränkte Studiengänge möglich ist.
Aufgrund der dynamischen Entwicklungen können weitere Veränderungen im Ablauf der Abiturprüfung 2020 nicht ausgeschlossen werden. Michael Piazolo abschließend: „Die aktuelle Situation ist eine Herausforderung für die ganze Schulgemeinschaft und erfordert flexibles Handeln. Wir müssen auf Veränderungen reagieren. Dabei müssen wir immer die Interessen unserer Kinder und Jugendlichen in den Mittelpunkt stellen und die Belastungen für die Schulen im Blick behalten. Mein herzlicher Dank gilt noch einmal ausdrücklich allen Lehrerinnen und Lehrern für ihre hervorragende Arbeit.“
Abschlussprüfungen finden später statt
/in Blog ArtikelMittelschulen, Realschulen und Wirtschaftsschulen Abschlussprüfungen finden später statt. Das Campus van Geister klärt auf!
Neuer Fahrplan für Mittelschulen, Realschulen und Wirtschaftsschulen in Bayern: Die Abschlussprüfungen finden in diesem Jahr 14 Tage später statt. Hier den genauen Terminplan lesen.
Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo
Das Kultusministerium verschiebt die Prüfungen für die Mittleren Schulabschlüsse und die besondere Leistungserhebung zum qualifizierenden Abschluss der Mittelschule um 14 Tage. „Wir wollen genügend Zeit für die Vorbereitung auf die Prüfungen geben. Im Zentrum unserer Überlegungen stehen die Belange unserer Schülerinnen und Schüler. Alle sollen faire Bedingungen für ihre Abschlussprüfungen bekommen“, betont Kultusminister Michael Piazolo.
Der Termin der Entlassung der Absolventinnen und Absolventen wird auf den letzten Schultag verlegt.
Neuer Terminplan:
Mittelschule, Förderzentrum, Schule für Kranke
Mittlerer Schulabschluss
Die Prüfungen beginnen statt am 16. Juni am 30. Juni 2020. Lediglich im Fach Muttersprache bleibt es beim 17. Juni als Prüfungstermin.
Qualifizierender Abschluss der Mittelschule
Die Prüfungen beginnen statt am 22. Juni am 6. Juli 2020. Lediglich im Fach Muttersprache bleibt es beim 18. Juni als Prüfungstermin.
Realschule
Die schriftlichen Prüfungen beginnen statt am 16. Juni am 30. Juni 2020. Die zentralen mündlichen Prüfungen in den Fremdsprachen werden ebenso nach hinten verschoben.
Wirtschaftsschule
Die Prüfungen beginnen statt am 27. April am 11. Mai 2020.
„Es war auch in diesem Fall wichtig für mich, die neuen Prüfungstermine mit Lehrkräften, Eltern, Schülern und Direktoren abzustimmen. In gemeinsamer Anstrengung wollen wir den Absolventinnen und Absolventen auch in dieser Ausnahmesituation bestmögliche Bedingungen für ihre Abschlussprüfungen bieten. Mein herzlicher Dank gilt noch einmal ausdrücklich allen Lehrerinnen und Lehrern für ihren Einsatz und die exzellente Arbeit. Auch die Eltern und die Schülerinnen und Schüler zeigen ein hohes Maß an Flexibilität und Engagement.
Dafür bin ich sehr dankbar“, erklärte Kultusminister Piazolo.
Abitur in Zeiten von Corona
/in Blog ArtikelDas Abitur hat am 19. März 2020 in Hessen begonnen. Wir das Campus van Geister und alle Bundesländer verfolgen das Geschehen im Zuge der Corona Krise.
Abitur in Zeiten von Corona
„Sie wünschen sich Glück, umarmen sich“
Trotz des Kontaktverbots finden in Hessen derzeit Abiturprüfungen statt. Manche Schüler sind froh, die Klausuren hinter sich zu haben – und andere nehmen es mit den Abstandsregeln nicht so genau.
Kontakte zu anderen Menschen auf ein Minimum reduzieren, Mindestabstand von 1,50 Metern einhalten – die Anweisungen von Bund und Ländern, um die Ausbreitung von Corona zu verlangsamen, sind klar.
Trotzdem treten in diesen Tagen rund 23.500 Schülerinnen und Schüler in Hessen zu den Abiturklausuren an. Die Fortführung der schriftlichen Abiturprüfungen sei vom „weitgehenden Kontaktverbot“ nicht betroffen, heißt es in einer Stellungnahme des Kultusministeriums.
„Risiko kann weitgehend ausgeschlossen werden“
Bildungsminister Alexander Lorz (CDU) wandte sich in einer Videobotschaft an die Abiturienten. „Wir würden die Prüfungen nicht beginnen lassen, wenn wir es gesundheitspolitisch nicht für verantwortbar hielten“, sagt Lorz darin. „Wir glauben aber auch, dass bei Beachtung aller Hinweise, die uns die Gesundheitsexperten gegeben haben, das Risiko, sich beim Schreiben der Abiturklausuren zu infizieren, weitgehend ausgeschlossen werden kann.“
Es folgt eine Reihe von Ratschlägen: „Versammeln Sie sich nicht auf dem Schulhof, gehen Sie zu Ihrem Platz, schreiben Sie die Klausur und verlassen Sie die Schule direkt danach wieder.“
Die Realität sieht oft anders aus. „An meiner Schule gibt es in vielen Räumen kein Waschbecken“, berichtet eine Lehrerin, die in Hessen aktuell eine Abiturklasse betreut. „Ist doch eins vorhanden, muss Seife oft von den Klassenlehrern gekauft und bezahlt werden. Manche tun dies, andere nicht.“
Gemeinsam mit dem Auto zur Schule
Sie hatte sich beim SPIEGEL gemeldet, weil sie sich Sorgen macht um die Gesundheit von Prüfern und Geprüften. Als Landesbeamtin darf sie sich allerdings nur mit ausdrücklicher Genehmigung ihrer Vorgesetzten öffentlich äußern, deshalb möchte sie in diesem Text anonym bleiben.
Die Prüfungen, die seit dem 19. März in Hessen stattfinden, beschreibt sie so: „Die Schüler sind in unterschiedlichen Zusammensetzungen in den Klassenräumen versammelt, die sich jeden Tag ändert.“ Die Jugendlichen kämen teils gemeinsam in einem Auto zur Schule. „Sie wünschen sich Glück, umarmen sich.“
Sobald sie das Schulgebäude beträten und sich in Sichtweite der Lehrer befänden, vergrößerten sie zwar die Abstände zwischen sich – und unterschrieben auf einer Liste, dass sie nicht an Symptomen litten. Dabei zeigen gerade junge Menschen ohne Vorerkrankungen häufig keine oder nur leichte Anzeichen einer Infektion, obwohl sie das Virus möglicherweise längst in sich tragen.
Attest erforderlich, um an Prüfungen teilzunehmen
Sascha Stoltenow ist Elternbeirat an einem Gymnasium in Wiesbaden – und wurde selbst positiv auf das Coronavirus getestet. Seitdem arbeitet Stoltenow im Homeoffice und hält sich auch weitgehend von seiner Familie fern. Seinem Sohn, der nun das Abitur ablegen will, hilft das aber wenig.
„Wir stehen alle unter Quarantäne“, sagt Stoltenow. Damit der junge Mann nach Ablauf der Zwei-Wochen-Isolation in die Prüfungen einsteigen kann, benötigt dieser ein amtsärztliches Attest, das ihm Schulfähigkeit bescheinigt. „Ich hoffe, wir bekommen es noch rechtzeitig.“
Mit dem Lernen komme der Abiturient gut voran, sagt der Vater – „auch dank Videochats mit den Klassenkameraden.“ Gleichzeitig hoffe er, dass sein Sohn den „Kopf frei habe“ für die Prüfungen. „Ich merke, wie die Situation die ganze Familie beunruhigt – obwohl ich nur leichte Symptome der Infektion spüre. Die Menschen gehen mit den psychischen Belastungen sehr unterschiedlich um, aber ich bin zuversichtlich, dass wir auch diese Situation meistern.“
Natürlich können sie verstehen, dass manche Schüler die Prüfungen hinter sich bringen wollten, schreibt die hessische Lehrerin. „Es gibt aber auch solche, die seit zwei Wochen kaum schlafen, sich nicht konzentrieren können, Angst haben um sich und ihre nächsten Angehörigen.“ Es hätte gute Gründe gegeben, Prüfungen zu verschieben.
Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, plädiert dafür, Prüfungen nach Möglichkeit stattfinden zu lassen. „Die Schulen im ganzen Land sind leer – eigentlich sollte es möglich sein, die Prüflinge so auf die Gebäude und Räume zu verteilen, dass sie ausreichend Abstand halten können.“
Tische und Toiletten seien überdies regelmäßig zu desinfizieren. „Hessen ist ein Testfall“, sagt Meidinger. „Wenn es dort gut läuft, ohne dass für Schüler und Lehrkräfte ein erhöhtes Infektionsrisiko entsteht, könnten andere Bundesländer daraus lernen.“
Andere verschieben die Prüfungen
Zahlreiche andere Bundesländer haben sich hingegen entschieden, die Prüfungen zu verschieben. Zunächst kündigten Bayern und Mecklenburg-Vorpommern an, das Abitur in den Mai zu verlegen. Andere Bundesländer wie Baden-Württemberg, Berlin und das Saarland zogen nach.
Auch die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Hessen hatte sich für eine Verschiebung stark gemacht. „Der Sinn der jetzt ergriffenen vielfältigen Maßnahmen ist es, soziale Kontakte zur Eindämmung der Corona-Pandemie so weit wie möglich einzuschränken“, heißt es in einer Stellungnahme.
„Das galt nach Ansicht der GEW Hessen auch für die Durchführung des hessischen Landesabiturs.“ Die Gesundheit der Schülerinnen und Schüler, Auszubildenden, Prüferinnen und Prüfer und der Lehrkräfte müsse immer im Mittelpunkt von Entscheidungen stehen.
Online-Petition in Hamburg: Prüfungen ausfallen lassen
In Hamburg fordern zwei Abiturienten, die Prüfungen komplett ausfallen zu lassen und allen Schülern stattdessen ein sogenanntes Durchschnitts-Abi zu verleihen. Es basiert auf einem Durchschnitt der Vornoten aus den Klassenstufen 11 und 12.
Eine entsprechende Online-Petition, die an den Ersten Bürgermeister Peter Tschentscher und die Regierungschefs der anderen Bundesländer adressiert ist, unterzeichneten bis Montagmittag rund 20.000 Unterstützer.
Quelle: Spiegel Onlineartikel von Miriam Olbrisch vom 23.03.2020
Trotz der angespannten momentanen Situation wünscht das Campus van Geister Team allen Abiturienten/innen viel Erfolg bei den weiteren Prüfungen. Sollten Sie jetzt auch Interesse haben, dass Abitur, die Mittlere Reife oder den Quali nachzuholen. Rufen Sie uns an – 089/666 52 678 – wir informieren Sie gerne.
Mittlere Reife entspannt in 16 Monaten
/in Blog ArtikelMittlere Reife entspannt in 16 Monaten – Beginn April 2020 – Sichere Dir jetzt noch Deinen Platz im Campus van Geister!!!
Sichere jetzt noch Deinen Platz und vereinbare ein Beratungsgespräch!
Mittlere Reife entspannt in 16 Monaten
DEINE VORTEILE IM ÜBERBLICK
Klimastreik heute am Freitag, den 20.09.2019 ab 12 Uhr auf dem Königsplatz in München. Das Campus van Geister ist live dabei!
/in Blog Artikel, NeuigkeitDas Campus van Geister sieht das ganze ganz gelassen und gibt an diesem Tag den Schülern des Abiturs, der mittleren Reife oder des Qualis, bzw. Mittelschulabschluss (=Hauptschulabschluss) um sich aktiv bei diesem großen Ereignis mitzuwirken.
Unsere Schüler sind live dabei!
Klimastreik: Viele Schulen sehen Kultusminister-Warnung gelassen
Heute ruft „Fridays for Future“ zum globalen Klimastreik auf. Kultusminister Piazolo warnt: Unentschuldigte Schüler müssten bestraft werden. Einige Schulen in Bayern setzen daher auf kreative Lösungen, um Schülern die Demo-Teilnahme zu ermöglichen.
Heute soll die ganze Welt streiken – so zumindest der Plan der Bewegung „Fridays for Future“. Bundesweit sind 400 Demonstrationen geplant, alleine in Oberbayern sind es mehr als 30 Aktionen und Kundgebungen.
Kultusminister Piazolo: Verweise, Nachsitzen oder Bußgelder
Laut Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) ist das Ziel der medialen Aufmerksamkeitaber schon längst erreicht.
„Insofern sehe ich überhaupt keine Notwendigkeit, nun während der Unterrichtszeit für Fridays for Future zu demonstrieren.“ Michael Piazolo, Kultusminister Bayern
In Bayern gilt die Schulpflicht und somit wird die Schulleitung entsprechend angemessen auf das Fehlen von Schülern reagieren, so Piazolo im Vorfeld. Maßnahmen wie Nachsitzen, Verweise und Bußgelder seien im Schulgesetz ausdrücklich vorgesehen.
Schulen finden kreative Lösungen für Tag des Klimastreiks
Einerseits müssen sich die Schulen an die Vorgaben des Kultusministeriums halten. Andererseits wird die Anweisung an einigen Schulen in Oberbayern sehr frei interpretiert:
Das Ammersee-Gymnasium in Dießen veranstaltet einen CO2-Tag. Dabei werden die Schülerinnen und Schüler Vorträge zum Klimawandel halten, Rollenspiele machen und mit Landrat Thomas Eichinger diskutieren.
Das Maximiliansgymnasium in München veranstaltet am Freitag einen Wandertag. Es bleibt den Lehrern freigestellt, ob sie die Wanderung am Königsplatz enden lassen. Dort startet um 12 Uhr die zentrale Kundgebung in Bayern.
Das Münchner Gisela-Gymnasium hat sich dazu entschlossen, Kurzstunden abzuhalten, damit der Unterricht früher endet. Auf diese Weise können die Schülerinnen und Schüler an der Demo teilnehmen.
In Tutzing haben sich die Schulen mit den Kirchen, der Gemeinde und Naturschutzverbänden zusammengeschlossen und veranstalten den Tutzinger Klimatag. Schüler wollen Vorträge halten und Diskussionen führen. Auch die Tutzinger Bürgermeisterin Marlene Greinwald will sich beteiligen. Danach veranstaltet die Benedictus-Realschule für ihre Schüler einen Projekttag zum Thema „Klima und Natur“.
In Neuburg an der FOS/BOS-Schule dürfen sich die Schüler befreien lassen. Sollten sie noch nicht volljährig sein, brauchen sie dafür die Erlaubnis der Eltern. Aber ganz ohne Arbeit kommen sie nicht davon: Nächste Woche sollen dann die Schüler im Unterricht präsentieren, was sie am Freitag bei der Demonstration erlebt haben.
Amnesty-Menschenrechtspreis für Greta Thunberg und Fridays for Future.
Wir das Campus van Geister gratuliert Ihr zu diesem großartigen Engagement und Erfolg! Danke Greta und weiter so :)
Traurige Wahrheit :-( Heute am 12. August ist „Kinder und Jugendlicher-Überzuckerungstag“!
/in Blog Artikel, Neuigkeitfoodwatch hat den 12. August zum „Kinder-Überzuckerungstag“ erklärt: Kinder und Jugendliche in Deutschland haben an diesem Tag rechnerisch bereits so viel Zucker konsumiert, wie eigentlich für ein ganzes Jahr empfohlen wird. Für diese Fehlernährung trägt die Lebensmittelindustrie eine entscheidende Mitverantwortung.
Kinder und Jugendliche in Deutschland essen deutlich mehr Zucker als von Fachorganisationen wie etwa der Weltgesundheitsorganisation, der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und der Deutschen Diabetes Gesellschaft empfohlen wird. Die Organisationen empfehlen, dass Minderjährige maximal 10 Prozent der täglich aufgenommen Kalorien durch sogenannte freie Zucker aufnehmen. Tatsächlich aber nehmen Kinder und Jugendliche im Alter von 3 bis 18 Jahren in Deutschland 16,3 Prozent ihrer Tagesenergie aus freien Zuckern auf – also 63 Prozent mehr als empfohlen. Umgerechnet erreichen die jungen Menschen damit schon am 224. Tag im Jahr, dem 12. August, ihr Zucker-Limit für ein ganzes Jahr.
Konkret bedeutet das: Mädchen essen im Durchschnitt mehr als 60 Gramm freie Zucker pro Tag, obwohl sie maximal 38 Gramm zu sich nehmen sollten. Jungs essen im Schnitt mehr als 70 Gramm freie Zucker pro Tag, obwohl sie nicht mehr als 44 Gramm verzehren sollten. Als freie Zucker werden alle Zuckerarten bezeichnet, die zum Beispiel Lebensmittelhersteller ihren Produkten zusetzen, sowie der in Honig, Sirup, Fruchtsaftkonzentraten und Fruchtsäften natürlich enthaltene Zucker. Natürlicherweise in Früchten oder Milchprodukten vorkommender Zucker fällt nicht darunter. Dem stellt sich das Campus van Geister entgegen und bietet in regelmäßigen Abständen seinen Schülern aus dem Bereichen Quali, mittlere Reife und Abitur kostenlose Ernährungs-, und Gesundheitsseminare an. Zudem versuchen wir besonders im Fachbereich Biologie auf diese Problematik hinzuweisen und Anreiz zur konstruktiven Diskussion zu geben.
Julia Klöckners freiwillige Vereinbarungen mit der Industrie zum Scheitern verurteilt
Die Lebensmittelindustrie trägt hier eine entscheidende Mitverantwortung, da Hersteller und Handel vor allem überzuckerte Lebensmittel aggressiv an Kinder vermarkten. Fehlernährung bei Kindern und Jugendlichen prägt das Ernährungsverhalten im späteren Alter und trägt dadurch zur Fettleibigkeits- und Diabetes-Epidemie bei. Der Ansatz von Bundesernährungsministerin Julia Klöckner, die Lebensmittelindustrie freiwillig zu einer Zuckerreduktion zu bewegen, ist völlig unzureichend. Eine foodwatch-Marktstudie hatte zum Beispiel erst kürzlich gezeigt, dass Joghurts und Frühstücksflocken stark überzuckert sind – und dies selbst nach Umsetzung der angekündigten freiwilligen Reduktionsziele noch wären. foodwatch fordert: Anstatt nur auf Selbstverpflichtungen zu setzen, muss die Bundesernährungsministerin Lebensmittelhersteller dazu verpflichten, nur noch gesunde Produkte an Kinder und Jugendliche zu bewerben.
„Natürlich ist es kein Problem, wenn man mal Süßigkeiten isst. Aber: Wenn die Lebensmittelindustrie völlig ungehemmt fast ausschließlich Süßigkeiten, überzuckerte Getränke und anderes Junkfood an junge Menschen vermarktet, darf Ernährungsministerin Julia Klöckner nicht weiter tatenlos zusehen.“ – Oliver Huizinga, Leiter Recherche & Kampagnen
Grundlage für die Berechnung des „Kinder-Überzuckerungstags“ sind Daten aus der sogenannten DONALD-Studie aus dem Jahr 2016, die das Ernährungsverhalten von mehr als 1.000 Kindern und Jugendlichen untersucht hat. Aktuellere Zahlen zum Konsum von freiem Zucker in Deutschland liegen nicht vor.
Männer erreichen in Deutschland ihren „Überzuckerungstag“ umgerechnet am 20. September, Frauen am 8. Oktober.
Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr! Deshalb ist es sehr wichtig, Menschen in jungen Jahren aufzuklären um Begeisterung für gesunde und bewusste Ernährung zu schaffen.
Wir das Campus van Geister versuchen auch weiterhin mit Aufklärung ein Umdenken in allen Bereichen der Gesellschaft zu bewirken, um die Gesundheit der weiteren Generation zu gewährleisten.
Herzlichen Glückwunsch an unsere Absolventen 2019!!!
/in Blog Artikel, NeuigkeitDas Campus van Geister wünscht allen Absolventen des Qualis, der mittleren Reife und des Abiturs herzlichen Glückwunsch!!!! Ihr habt es geschafft – ihr habt einen wichtigen Schritt in Richtung beruflicher Zukunft gemeistert. Nun ist es an euch die richtigen Weichen zu stellen – selbstverständlich steht euch das Campus van Geister mit Rat und Tat zur Seite.
Sollte der Unterricht später beginnen? Dem ist das Campus van Geister nachgegangen!
/in Blog ArtikelDas neue Schuljahr beginnt vielerorts und für Jugendliche und Eltern heisst es wieder früh aufstehen. Ob sich Frühaufstehen mit dem natürlichen Biorhythmus von Jugendlichen verträgt, wird derzeit vermehrt diskutiert. Cochrane Autoren wollten wissen, ob ein späterer Unterrichtsbeginn positive Auswirkungen auf Gesundheit, schulische Leistungen und Wohlbefinden der Jugendlichen hat.
Nur in Polen müssen die Schülerinnen und Schüler ähnlich früh aus den Federn wie in der Schweiz – Schulbeginn 07:30 Uhr. In anderen europäischen Ländern können Jugendliche oft etwas länger schlafen. Beispielsweise beginnt in Deutschland und Österreich die Schule in der Regel um 8:00 Uhr. In Finnland fängt der Unterricht erst um 9:00 Uhr an.
Sollte der Unterricht später beginnen?
In der Pubertät verschiebt sich der natürliche Biorhythmus nach hinten, das heisst, Jugendliche schlafen abends später ein und wachen – wenn man sie lässt – entsprechend später am Morgen auf. Dies wird durch das Hormon Melatonin beeinflusst, welches bei Pubertierenden später am Abend als bei Kleinkindern oder Erwachsenen ausgeschüttet wird. Dennoch brauchen sie rund 9 Stunden Schlaf für eine optimale Leistung und eine gesunde Hirnentwicklung. Bereits 30 bis 60 Minuten mehr Schlaf könnte bei den Jugendlichen zu verbesserten schulischen Leistungen und einer höheren Motivation beitragen. Dies nutzt das Campus van Geister aus, um seine Schüler/innen optimal auf die entsprechenden Abschlüsse; Abitur, Quali oder mittlere Reife vorzubereiten. Dagegen kann Schlafmangel unter anderem das Erinnerungsvermögen, die Rechengeschwindigkeit, die verbale Ausdrucksstärke, das abstrakte Denken und andere kognitive Fähigkeiten beeinträchtigen. All diese Fähigkeiten sind für gute schulische Leistungen von Bedeutung.
Wie sieht die Evidenz für einen späteren Unterrichtsbeginn aus?
Ein neuer Cochrane Review ging der Frage nach, wie sich ein späterer Unterrichtsbeginn auf die Schulleistungen, die Quantität und Qualität des Schlafs, das Wohlbefinden, die Anwesenheit und die Aufmerksamkeit der Jugendlichen im Unterricht auswirkt. Hierzu wurden 11 Studien mit insgesamt 297.994 Teilnehmenden im Alter von 13 bis 19 Jahren untersucht. Die Studien verglichen einen frühen mit einem um 15 bis 60 Minuten späteren Unterrichtsbeginn. Der spätere Unterrichtsbeginn wurde zwischen 2 Wochen bis zu einem Jahr erprobt. Auch wenn die Qualität der Evidenz der eingeschlossenen Studien sehr niedrig ist, weisen die Ergebnisse des Reviews darauf hin, dass ein späterer Unterrichtsbeginn sich positiv auf die schulischen Leistungen und die soziale Integration auswirkt und die Jugendlichen insgesamt länger schlafen. Jugendliche, die später in die Schule mussten, wiesen zudem einen geringeren Körperfettanteil, einen geringeren Body-Mass-Index und einen geringeren Taillenumfang als ihre Mitschüler und -schülerinnen auf. Ein späterer Unterrichtsbeginn kann sich auch positiv auf die psychische Gesundheit der Jugendlichen auswirken. Ein späterer Unterrichtsbeginn könnte auch negative Folgen nach sich ziehen, wie beispielsweise weniger Interaktionsmöglichkeiten am Morgen zwischen Eltern und Kindern. Aufgrund der Mängel in den einzelnen Studien müssen die Ergebnisse des Cochrane Reviews jedoch mit Vorsicht interpretiert werden.
Aktueller Stand im deutschsprachigen Raum
Im deutschsprachigen Raum wird schon seit einiger Zeit der spätere Unterrichtsbeginn diskutiert. In Deutschland gibt es bereits Schulen mit gleitendem Schulbeginn und offenem Schulende. So können beispielsweise die Schülerinnen und Schüler in manchen Gymnasien in Berlin und in einer Schule bei Aachen selbst entscheiden, ob Sie bereits zur ersten Stunde um 8:00 Uhr oder erst zur zweiten Stunde gegen 9:00 Uhr in der Schule erscheinen. Dieser gleitende Unterrichtsbeginn stösst nicht nur bei den Jugendlichen sondern auch bei den Lehrerinnen und Lehrern und Eltern auf Zustimmung. Da diese Form der gleitenden Unterrichtszeit erst seit 1,5 Jahren besteht, muss sich allerdings noch zeigen, ob sich dieses Modell auch langfristig bewährt. Auch in der Schweiz gab es bereits auf kantonaler Ebene und von einzelnen Schulen Initiativen, den späteren Unterrichtsbeginn einzuführen. Während parlamentarische Vorstösse in den Kantonen Zürich und St. Gallen abgelehnt wurden, haben einzelne Schulen in den Kantonen Basel-Land, St. Gallen, Bern oder Appenzell-Ausserrhoden ihren Unterricht bereits 20 bis 50 Minuten nach hinten verschoben und zum Teil auch eine Auffangzeit für die Frühaussteher eingerichtet. Jedoch stösst der spätere Unterrichtsbeginn nicht nur auf Zustimmung. An manchen Schulen sind bereits Diskussionen im Gange, ihn wieder aufzuheben.
Kurzum, ein gleitender Unterrichtsbeginn mit eventuell verkürzter Mittagspause und einer morgendlichen Auffangzeit könnte für alle Beteiligten eine Verbesserung darstellen. Hierdurch würden die Jugendlichen insgesamt mehr schlafen und dennoch Zeit für ihre Hausaufgaben, Freizeitaktivitäten und Familie haben. Über ausgeschlafenere Jugendliche würden sich wohl auch die Eltern und, nicht zuletzt, die Lehrerinnen und Lehrer freuen.
Ob im Quali-, mittlere Reife- oder Abiturbereich, wir das Campus van Geister haben durch den späteren Schulbeginn bis jetzt nur positive Ergebnisse erzielt und großen Zuspruch von Eltern und Schülern erfahren!